Vom Marktplatz zur konkreten Idee

Den Dienstagmittag und den Feierabend am Freitag vergleiche ich gerne mit einem Martkplatz. Es ist nie die genau gleiche Besetzung, die sich da trifft, es ist immer anders, und manchmal sehen wir uns wochenlang nicht und dann dort endlich wieder. Wir teilen Momentaufnahmen des Lebens und gehen nach einer Zeit wieder auseinander. Bis zum nächsten Mal.

Beim Feierabendbier oder Mittagessen wird über Vieles Verschiedenes gesprochen. Bevorstehende Hochzeiten, Taufen oder gerade erfahrene Verluste, Umbrüche im Job, Umbrüche in der Familie, Schönes und Schmerzhaftes.

Ich kann mich noch gut an die Anfänge im Laden erinnern. An die leisen Momente auf dem Sofa, wo wir alle miteinader ausprobiert haben, ob hier Raum da ist, um sich zu öffnen. Und ich denke, der Laden birgt mitlerweile viele Geschichten, Lachfalten und Tränen.

Besonders berührt Sebastian und mich, dass Ihr Eure Fragen und Ideen mit uns teilt und wir selbst genauso mit Euch unterwegs sein können. Aus manchen Gesprächen entwickeln sich konkrete Ideen. „Das müsste man mal machen…“ Und es entstehen neue Formate bei beymeister, konkrete Abende im Laden. Das ist auch der Grund für eine sehr dynamische Entwicklung von „Angeboten“. Mal ist mehr im Entsehen, als gerade durchgeführt wird. Mal häufen sich die spannenden Termine.

Heute haben wir die Terminseite aktualisiert, und es sind neue spannende Projekte dabei. Vom Nachtprogramm bis zur Filmvorführung. Entstanden aus Euren Ideen. Weil beymeister ist, wer sich auf dem Marktplatz trifft.

https://beymeister.wordpress.com/termine

 

 

feyertag | unser Gottesdienst am Sonntag

Sommer. Zeit der Fülle. Die Obstregale sind voll, die Felder blühen, die Freibäder quellen über – und überall sind Menschen, die den Sommer genießen. Aus dem Vollen Schöpfen.

Wir sollen aus dem Vollen schöpfen. Das ist uns verheißen. Aber wie geht das, wenn das Freibad zumacht oder die Wetterprognose für die Hochzeit auf Regen steht?

Mehr dazu am Sonntag. Viertel nach sechs (abends) im Laden.

der feyertag. Gottesdienst mit Abendessen. Von viertel nach sechs bis zum Tatort.

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Chaoskirche vom Geist der Heilig ist

Pfingsten ist noch nicht lange her. Aber inzwischen ist Sommer. Zeit für Leute. Zeit für Chaos. Zeit für Chaoskirche.

Wie immer wuseln wir ab halb fünf, diesmal am 29.6., wie immer in der Friedenskirche.

Kommt vorbei, wuselt mit – und habt eine gute und geistgetränkte Zeit.

Um den Geist geht es nämlich. Um das, was er für uns tut, um das, wie er uns zusammenbringt. Um das, wie das Leben laufen kann.

Kommt her, habt Spaß. Wir freuen uns auf Euch!

 

Plakat

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Meister der Nacht

Gestern war der längste Tag des Jahres – wird mal wieder zeit für eine lange Nacht. Rechts vom Rhein wird am Samstag die lange Nacht der Kirchen begangen. Von sechs abends bis null Uhr stehen alle möglichen Kirchen mit allerlei Programmen offen.

Und wir sind eine davon.

Dafür haben wir uns etwas Besonderes überlegt. Kompliziert ausgedrückt: ein Kontemplationsatelier. Etwas einfacher: Ein Ort, um einen Moment ins Nachdenken zu kommen. Einen Punkt der Tiefe in den Samstagabend bringen. An Menschen zu denken, Dinge zu Gott zu legen, loszulassen.

Und dann einen Moment des Auflebens.

Kommt rein, nehmt Euch einen Augenblick für Euch. Trinkt danach eine Limo oder ein Bier mit uns. Esst Nudelsalat. Und seid so Meister der Nacht.

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HINTER DEM VORHANG

Früher habe ich viel im Theater gearbeitet. Dort gibt es viele verschiedene Welten. Die Welt auf der Bühne, die in den Maskenräumen, die am Technikpult…usw. Was hinter den Kulissen geschieht, bleibt für die meisten Besucher ein Geheimnis, aber allen ist klar: ohne die Welt hinter dem Vorhang würde es eine Welt auf der Bühne nicht geben. Jedes Stück entsteht im Verborgenen.

Ein bisschen so kommt es Sebastian und mir gerade mit den beymeistern vor. Wir wären im Moment gerne mehr im Laden, mehr auf den Straßen, mehr mit euch unterwegs auf einen Kaffee oder ein Bier. Stattdessen sind wir gerade gar nicht so viel sichtbar, können dienstags nicht und der Feierabend fällt aus.

Erstmal ist das unbefriedigend. Aber anders als im Theater wollen wir nicht, dass es eine Parrallelwelt hinter dem Vorhang gibt. Wir möchten teilen, wo wir gerade dran sind und erzählen was los ist.

Unser Projekt geht offiziell noch bis Dezember 2017. Das heißt, es kommen die letzten Monate. Schwer vorstellbar, schon in ein paar Wochen würde es mit den „letzten Malen“ beginnen. Das letzte Konzert, die letzte Sommerrunde auf dem Sofa, der letzte Gottesdienst, das letzte Mittagessen… . Denken können wir das nicht. Wir lieben unsere Arbeit im Veedel, wir sind so dankbar für die Zeit mit euch und wollen weiter gemeinsam unterwegs sein, Leben und Gemeinschaft teilen.  Mülheim ohne beymeister? Nö.

Deshalb müssen wir ran. An verschiedenen Stellen erzählen wir von unserer Arbeit. Wir teilen unsere Ideen mit der Kirche, damit auch weitere Projekte – und unseres – gefördert werden. Wir verhandeln und planen, rechnen und kämfen dafür, dass es beymeister auch nach 2017 noch gibt.

All das kostet Zeit und Energie. Und leider fallen die Termine manchmal auf Tage wie diesen. Dann fällt ein Feierabend aus, oder ein paar Wochen werden ruhiger als ihr es von uns gewohnt seit. Aber beymeister besteht zum Glück nicht nur aus uns beiden. Am Dienstag wurde schon ganz wunderbar gekocht und der Laden war „trotzdem“ offen (Danke an dieser Stelle an Dorothea und Verena!). So soll es sein. beymeister lebt davon, wie wir alle gemeinsam Programm gestalten und das Wohnzimmer mit Leben füllen. Wer Lust hat den Laden „auf“ zu machen, ein Konzert oder anderes organisieren will: Los gehts!

Hinter dem Vorhang gibt es nicht so richtig bei uns. Weil wir alle gemeinsam ein Teil der Gemeinschaft sind – egal wie oft man dazukommt. Weil wir uns alle im Veedel immer wieder begegnen – egal wie oft das Wohnzimmer auf hat.  Weil wir merken wie beymeister seinem Namen gerecht wird. Sich gegenseitig beistehen und unterstützen.

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