Danke, ihr beymeister!

Am Rhein fing es an. Da saßen sie und haben Kaffee gemacht. Und hatten Zeit. Und wir bald einen Laden. Und Chaos in der Kirche.

Dann kam bei Facebook was rund. Die suchten wen. Es gab Raum für Ideen, neun Monate lang. Den Laden öffnen. Wünsche aufnehmen, Ideen entwickeln. Bescheid sagen, was geht.

Jetzt kennen uns alle. Beim Milch holen geht’s: „Hey, bis gleich.“ – „Kommst du auch nachher?“ So viel Gutes entsteht dabei. Selbstbedruckte Taschen. Fastelovend. Wohnzimmerkonzert. feyertag. Wir haben tausend neue Geschmacksrichtungen gekostet. Übers Leben philosophiert.

Und gelacht. Echt, was haben wir gelacht.

Danke, ihr beymeister alle miteinander. Für eure Geschichten. Für eure Freude. Für so viel gutes Leben zusammen. Wir sehen uns nach dem Sommer.

Nadia und Kathrin

Der (vorerst) letzte Auftritt.

Was Simon Rattle in Berlin kann, was Deutschland in Russland kann, das können wir auch. Abschied nehmen.

Ein Blumenstrauß im Laden kündigt diesen Abschied an. Er ist schön, aber sein Anblick macht ein wenig traurig, denn er ist ein Bote des Umbruchs.

Nach neun gemeinsamen Monaten verlassen uns am Freitag Kathrin und Nadia. Sie waren bei uns während Miriams Elternzeit, um eine Lücke zu füllen. Und sie hinterlassen eine. Denn sie waren weit mehr als nur Lückenfüller.

Sie haben Heimat geboten, waren ansprechbar. Sie haben hinter den Kulissen gezaubert und davor Wunder gewirkt. Sie haben Beziehungen aufgebaut, Programme entwickelt, gekocht, gelacht, bereichert. Sie haben öffentlichkeitsgearbeitet und Herzen geöffnet.

Und sie haben Miriam würdig vertreten – das muss man erstmal schaffen.

Nun also wieder ein neues Kapitel. Im alten Team. Wir freuen uns drauf – und doch bleibt ein wenig Wehmut. Nicht, weil wir befürchten, die beiden nie wiederzusehen, denn auch sie haben sich an uns gewöhnt und werden nicht einfach weg sein – da bin ich ganz sicher. Aber wie in jedem Umbruch wird es anders sein.

Daher sagt Ihnen in dieser Form doch auch noch einmal Tschüss. Am Freitag im Laden. Wir wollen auf sie anstoßen, uns bedanken, Abschied nehmen. Ohne Wehmut, einfach dankbar für all das Wunderbare.

Feierabend mit Abschied von Nadia und Kathrin
29.6.2018
17-20 Uhr
im Laden

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Sonne fressen Wolken auf. Heute gibt es Mittag.

Guten Morgen zusammen. Die Sonne kämpft gegen die Wolken, aber es sieht nach einem galanten Sieg der Wärme aus. Das sind gute Voraussetzungen, um es sommerlich werden zu lassen. Beim Morgenkaffee in oder sogar vor dem Laden, und dann beim Mittagessen, wenn es eine Tomatensuppe gibt, die ja eigentlich nur im Sommer schmeckt. Dorothea kocht für uns. Der Laden ist offen ab halb elf, Essen gibt es so gegen zwölf. Bis dann!

 

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Es ist WM!!!

Die WM naht und in Mülheim gibt es dieses Jahr wieder gemeinsames Rudelgucken. In der Ev. Kirchengemeinde. Diese Mal im Garten hinter dem Peter-Beier-Haus (Wallstr. 93).

Es laufen alle Spiele mit deutscher Beteiligung (wochentags ab 18 Uhr & am Wochenende immer). Der Grill läuft schon 30 Minuten vor Anpfiff und kalte Getränke haben sie auch da. Du bringst am besten jede Menge Stimmung mit – und, falls du etwas auf den Grill schmeißen willst, das auch.

Erster Termin: 17.6 16:30 Uhr (Anpfiff 17:00 Uhr)

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Wie sich das anfühlt.

Was wir machen, ist das eine.
Wie sich das anfühlt, das andere.
Da kommen zwanzig Leute mittags zusammen. Von der Arbeit, aus der Elternzeit, von hier und dort. Sie bringen Kinder mit, Alltag und dies und das, Themen zum drüber reden. Oder um einfach mal nicht drüber reden zu müssen, über die Arbeit zum Beispiel.
Sie trinken Kaffee, essen ein einfaches Essen – Nudeln mit Sommertomaten. Eine bringt Obst mit. Extra gekauft. Freut sich über die Freude der andern.
Sie haben eine gute Zeit. Dann schmeißen sie ins Glas, was sie erübrigen können – und am Ende steht die schwarze Null. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Und die Zeit war gut. Sie lachen und gehen gestärkt nach Hause. Oder zur Arbeit. Nach hier und dort. Das ein oder andere klingt noch nach. Der Kopf ist erholt vom Abtauchen aus dem Alltag, mit dem Alltag, in den Alltag. Und das war ein beymeister Moment.

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Und dann ist wer krank. Und kann nicht kommen. Und hat Hunger. Und was macht man da? Hingehen. Essen bringen. Care Paket – Sorgsampäckchen. Gutgehen lassen, so gut es trotz Krankheit geht.

Das sind Momente, an denen man das spürt. Wie sich beymeister anfühlt. Für das Team sind es Augenblicke wie diese, die spüren lassen, warum wir das machen. Und es gibt so viel mehr davon. Und für die anderen? Ist es besonders. Besonders, weil sich Menschen sorgen, weil sie teilen, weil sie sich tragen. Und vielleicht auch, weil sie spüren, dass hier was anders ist. Nicht anders anders, nicht fremd. Anders, weil vertraut, mit Nähe oder der nötigen Distanz – wie man es gerade braucht.

So fühlt sich das an.

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