Überschlag – Global Portraits

Seine Bilder sagen mehr als tausend Worte. Die Gesichter, die er auf seinen vielen Reisen mit seiner Kamera einfängt, erzählen Geschichten. Lebensgeschichten, voll Hoffnung und Niederlage, Schönheit und Schmerz, Reichtum und Armut. In nur einem Bild offenbart er den Facettenreichtum eines Lebens, findet Reichtum in Armut und Hoffnung in Niederlage.

Einen ‚Überschlag‘ seiner Reisen macht Michael Wagener am 21. November bei den beymeistern und zeigt eine Auswahl der entstandenen Portraits.

Für den Fotografen und Kunstlehrer am Hölderlin Gymnasium in Köln steht in den letzten Jahren immer mehr die Porträt- und Reisefotografie im Vordergrund. Es reizt ihn die unterschiedlichen Facetten einer Persönlichkeit fotografisch festzuhalten. Seine offene Art ermöglicht ihm auch auf Reisen wundervolle Begegnungen.

Michael Wagener saß 2013 in der Jury für den ersten deutschen Bildungspreis für Fotografie, 2017 leitete er ein Pilotprojekt über die Sustainable Development Goals der UN im Medium der Fotografie in Kooperation mit Canon, veröffentlicht als freier Mitarbeiter für das französische Kulturmagazin MicMag regelmäßig Fotoessays und Artikel und nutzt seine Freiräume für Fotoprojekte und kommerzielle Aufträge im In- und Ausland.

Eröffnung: 21.11. | 19.30
Ausstellung vom 21.11.-20.12.

geöffnet dienstags, 10-14 / donnerstags 9-14 + 18-19

 

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Vernissage.

Die Collagen hängen an der einen Wand. Die Relikte der einzelnen Arbeitsschritte an der Anderen.

Dazwischen dicht gedrängt Gäste und Künstler*innen.

Letztere stoßen an. Mit Orangensaft.

Denn die Kunstwerke wurden von Kindern erschaffen.

Es braucht jedoch kein gnädiges Auge um sie als Solche zu erkennen.

Es sind Collagen, die mich nachdenklich machen über Krieg und Frieden, darüber was Spiegel enthüllen und wieviel zwischenmenschliche Brücken tragen.

Der Mülheimer erkennt sein Veedel und vielleicht noch ein bisschen mehr.

 

Kaffee mit mir.

Heute hatten wir unseren lang ersehnten Kaffeeworkshop.
Und den machen wir nicht nur aus Liebe zum Kaffee.
Sondern aus Liebe zu uns.

In der Bibel gibt es ein wunderbares Bild.
Das Bild, dass Gott den Menschen aus Lehm geformt hat und ihm dann seinen Geist eingehaucht hat.
So wohnt jedem von uns ein göttlicher Hauch inne.
Jede und jeder von uns hat etwas in sich, das besonders ist.

Nur sehen wir es viel zu oft nicht.
Weil wir in Hektik sind,
weil wir uns nicht die Zeit nehmen, hinzusetzen und zu hören.

Dabei ist es da, und wenn wir darauf hören, dann sind wir ganz bei uns.
Wenn wir in uns hineinhorchen, dann stoßen wir auf das, was uns ausmacht,
Das Ich, das uns eingegeben ist.

Ja, wenn wir horchen, wenn wir uns die Zeit nehmen, uns hinsetzen,
Dann haben wir die Chance, das zu spüren, was da ist.
Dann kommen da Gefühle hoch, die wir sonst nicht wahrnehmen,

Die untergehen, verdrängt werden.
Wenn wir uns aber hinsetzen, dann gewinnen wir Kraft.

Das bewusste Hinsetzen, um auf die Kraft in uns zu hören,
Das sind Momente, die wir uns selber schenken.

Für mich sind das die Kaffeemomente.
Ich meine nicht den Kaffee zum Mitnehmen, den ich beim Nachrichtenlesen auf dem Handy nebenher schlürfe.

Ich meine nicht den schnell gestürzten Espresso vor der Besprechung.
Ich meine den Inruhekaffee.
Ich meine den Genussmoment.

Ja, ich glaube, dass eine Viertelstunde mit einem Kaffee und nichts anderem,
also die Viertelstunde mit einem Kaffee und mir,
die Chance bietet, dass ich bei mir bin.

Kaffee belebt also nicht nur die Seele, ein bewusster Kaffee, wie übrigens auch ein bewusster Saft, ein Stück Kuchen oder was, womit Ihr Euch sonst es gut gehen lasst, also ein bewusster Moment, der bringt uns mit dem Höchsten in Verbindung.

Hinsetzen,
Schmecken.
Fühlen.

In uns hineinhorchen.
Der Seele Gutes tun.
Und den Ewigen spüren.

Das sind Momente des Himmels.

Maximal Music auf Minimal Raum

Wunderbare Klanglandschaften waren das.
Maschinen, Wind, Mühlen, Himmelsgesang.
Und das alles auf einem alten Klavier bei uns im Laden.
Lubomyr hat seine Musik kommentiert:
Er meinte, dass Musik so viel mehr kann als die Wissenschaft weiß.
Und dass er das Klavier zum Singen bringen will.
Mit maximaler Musik.
Nun, das hat er geschafft. Wir waren begeistert.
Danke, Lubomyr Melnyk, dass Du bei uns gespielt hast.
Wir sind nicht die Elbphilharmonie, hast Du gesagt.
Es wäre schöner bei uns.
Danke dafür!

 

Der schnellste Pianist der Welt macht Zwischenstop bei uns.

Der ukrainische Pianist Lubomyr Melnyk zählt zu den außergewöhnlichsten Pianisten
unserer Tage. Den Klavierstil, den er bereits in den 70iger Jahren an der Pariser Oper
entwickelte, nennt er „Continuous Music“ – ein unerschöpflicher Klangstrom ineinanderfließender Klaviertöne in unglaublicher Schnelligkeit, die kein anderer Pianist erreicht.

Beeinflusst wurde Melnyk von der amerikanischen Minimal Music und deren Vertretern wie 
Steve Reich und Terry Riley, gibt dieser aber seine eigene, spirituelle Note.
Den Kölner ist er vor allem vom Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“ bekannt, 
dass ihn 2012 entdeckte und bei dem er 5 Jahre Dauergast war.

Neben Konzerten in ausverkauften Sälen schätzt der „Prophet des Pianos“, 
wie die englische Presse ihn betitelte, aufgrund der Dichte und Nähe zum Publikum 
auch kleine, intime Wohnzimmerkonzerte.
Für eben dieses kommt er nach Köln zu den beymeistern. 
Es wird fabelhaft – ein echtes Klavier mit einem echten Weltstar in unserem Laden. Kommt dazu, lasst Euch entführen!
23. Oktober 2018
19.30
Eintritt frei – es geht ein Hut rum
Lubomyr_press2_by Thomas Malara

feyertag

Heute ist im Laden Gottesdienst. Unser feyertag. Wie immer haben wir uns zur Vorbereitung getroffen. Natürlich gab es etwas zu Essen und Wasser und ein bisschen Wein.

Wir kamen ins Erzählen. Noch bevor wir wirklich vorbereiten wollten, hatten wir auf einmal ein gemeinsames Thema. Etwas wo jeder im Team plötzlich Oper und Täter war. Wo sich keiner rausnehmen kann (na gut vielleicht Gandhi oder Jesus) und jeder weiß wie es sich auf der jeweils anderen Seite anfühlt.

Das ist alles kryptisch. Schon klar. Klarer wird es heute Abend im feyertag. Da gibt es auch etwas zu Essen, und Wasser und natürlich Wein (und Bier). Es gibt Lieder und Stille und Momente des Gebets. Es gibt Erzählungen und Texte. Und ganz viel Leben. Und eine Fragestellung,- nämlich: Was weißt du schon davon?