Virtuelles Homeoffice? Marita meint: Ja. Weil…

Heute ist Feiertag. Das Homeoffice bleibt auch digital geschlossen. Zeit, mal nachzudenken: Warum machen wir das eigentlich? Marita hat es zusammengefasst: Homeoffice in der Pandemie

Das Homeoffice ist ein Co-Workingspace für Menschen, die Arbeitsaufgaben lösen wollen. Sie wissen, was sie zu tun haben, schätzen aber auch mal einen Tapetenwechsel oder eine klarere Abgrenzung von Familie und Beruf – am großen Tisch bei den beymeistern, der am Donnerstagvormittag zum Gruppenschreibtisch wird. Manche Gäste sind Freelancer, Einzelkämpfer, denen die Decke des eigenen Büros auf den Kopf fällt und die mal ein Gegenüber wollen. Sie alle finden in der Wallstraße am Donnerstagvormittag einen Rahmen, den sie gemeinsam und konzentriert mit ihren Aufgaben füllen, einen Raum, in der die Arbeit anders, besser, abwechslungsreicher läuft. Im Bestfall geht man raus, hat gute Laune – und fühlbar etwas geschafft.

Das virtuelle Homeoffice kann den Raum nicht ersetzen, aber es kann helfen, die schwierige Balance zwischen Homeoffice, Kinderbetreuung und der ungewohnten Situation, dass alle zeitgleich zu Hause sind, zu erleichtern. 

Andere Gesichter in der Videokonferenz sehen, andere Stimmen hören, sich gegenseitig erzählen, was man an diesem Vormittag erledigen will, was das Arbeiten gerade erschwert und wo man einen Schritt vorwärts gekommen ist. Vielleicht einen Rat einholen, sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee auch einmal kurz austauschen. Das virtuelle Homeoffice beginnt mit einer kleinen Kaffeerunde, dann gehen alle in die erste Arbeitseinheit und vereinbaren eine gemeinsame Pause, meist nach einer knappen Stunde. So arbeitet, wurschtelt, liest, denkt oder räumt man sich durch den Vormittag, alle arbeiten gemäß ihren Bedürfnissen. 

Manchmal tauchen Fragen auf. Neu ist die Vereinbarung, eine Essenz des gemeinsamen Vormittages in einen Satz oder ein Bild zu fassen: Eine Frage, eine Idee, ein Gedanke, wie: „Jeder hat in seinem Kosmos gerade eine verschärfte Situation bei den Problemen, die er sowieso schon hat.“ Oder: „Wieviel Sichtbarkeit in Videokonferenzen ist Dir eigentlich angenehm? Ist das nicht alles viel zu intim?“ 

Jeder Donnerstagvormittag ist ein neues Erlebnis: Wechselnde Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eine Gastgeberin oder ein Gastgeber, aktuelle Gedanken und Aufgaben. Keine Auszeit, sondern ein virtueller Wechsel des Arbeitsplatzes, der Raum für Begegnung und neue Ideen schaffen kann.

Nächste Woche geht es weiter im Homeoffice. Habt einen guten Feiertag!

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