Zeitumstellung

Heute wird es früher dunkel.
Noch ist es ab und zu recht hell, gestern zum Beispiel…aber das Wetter heute zeigt: es wird düster.
Klar, jedes Jahr ist das so. Nichts besonderes. Aber jedes Jahr erzählen mir Menschen auch, dass sie sich davor fürchten wenn es dauerhaft ungemütlich ist. Eine Freundin von mir haut im November gerne ab- in den Süden. Ein Freund reguliert die Dunkelheit mit mehr Whiskey. Und eben las ich von einer, die sich bei Ikea einen extra Wintervorrat an Kerzen bestellt.

Warum das alles?

Weil es oft gar nicht so leicht ist viel zu Hause zu sein. Weniger Menschen zu treffen, im Dunkeln raus-und wieder rein zu kommen.
Weil grau Draußen unser grau Drinnen irgendwie lauter macht.
Weil die bevorstehende zwangsgemütlich-kitschige Jahreszeit zum Vorschein bringt wo es ungemütlich ist im Leben. Weniger Sonne heißt auch weniger Zerstreuung.

Muss das so sein? Oder gibt es gute Möglichkeiten das Dunkel Willkommen zu heißen? Nicht mehr Angst vor der dunklen Jahreszeit sondern Handlungsunfähig.

Heute Abend beim “dreyerley- sowas wie Gottesdienst” geht es um die Vorbereitung auf das Dunkle. Denn das wir dem dunklen im Leben begegnen werden ist gewiss. Aber auch das: wir können uns vorher überlegen was uns trägt und wer uns hält. Wir können herausfinden was uns Licht macht.

Dazu gibt es Kürbis und Süßkartoffeln mit Kichererbsensud, Wein wenn ihr mögt. Und Zeit für dreyerley: ich-du-wir.

Foto: Anne-Marie-Apelt

Kommentare sind geschlossen.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑