sommersechs | no.1

Bevor ich wissen möchte, was die Menschen im Veedel so bewegt. Was ihre Lieblingsorte sind und was sie in Mülheim hält, möchte ich euch kurz meine Geschichte erzählen.

Als ich vor drei Jahren das erste Mal in Mülheim war, war ich quasi auch schon wieder auf dem Absprung. Ein Job hatte mich nach Mülheim geführt. Und ein Jahr lang bin ich eher mit Abneigung als mit Freunde hergekommen. 

Dann führte mich meine Wohnsituation mehr zufällig nach Mülheim. Und letzten Sommer war ich so gefrustet, dass ich am liebsten Köln komplett verlassen hätte. 
Durch meinen Unmut hatte ich vergessen zu sehen, was genau vor mir liegt. Nicht mit den Augen eines neugierigen Kindes habe ich in die Welt geblickt. 

Offenheit, Zuversicht, etwas Mut und Verständnis.

Dann war da plötzlich was.
Was ganz schönes und auch was nettes und was ganz interessantes.

Die Veränderung nach der man sich sehnt, ist meistens genau vor einem und ganz besonders in einem selbst. Wenn man nicht bereit ist, die Dinge anzunehmen, wird man auch keine Veränderung verspüren. 

Nun mag ich Mülheim, wir haben uns versöhnt. Ich bin hier zu Hause.
 
Weil ich mit Zuversicht durch das Veedel gehe. 

Weil ich mit Offenheit den Menschen begegne, Tag für Tag. 

Weil ich Mut habe mich auch mal was zu wagen, 
mit Menschen eine Geschichte zu teilen und meine Sorgen und Wünsche äußere.

Weil ich Verständnis habe, für die Menschen um mich herum, für die Gegebenheiten in Mülheim und ganz besonders für mich selbst. 

Nun gehe ich mit anderen Augen durch die Straßen und genieße den Moment. Überall gibt es was zu erblicke, das man noch nicht gesehen hat. Was zu entdecken, was man noch nicht erlebt hat. 

Was ich nun besonders an Mülheim mag? 

Ganz klar die Spaziergänge am Rhein. Dem Wasser so nah zu sein ist etwas ganz besonders. Ich hätte nicht erwartet, dass der Rhein so beruhigende Wirkung auf mich wirken kann. 

Die Mauer – abends ein Feierabendbier mit Sonnenuntergangsgarantie, das ist was ganz besonderes. In Mülheim scheint die Sonne sicherlich am längsten. 

Die Papageien, die einem ein tropisches Gefühl im Park geben.

Die herzliche Art, die man spürt wenn man neue Menschen trifft 

Ich habe meine Platz hier gefunden, mit Yoga und beim Theater spielen – all das in hier Mülheim. 

Und ich dachte immer, es gibt hier nichts was mein Herz so zum Tanzen bringen kann. Aber ja, so viel, hier in Mülheim.

Etwas die Chance zu geben. Abzuwarten. Offen zu sein. Als ich anfing die Dinge zu sehen, die genau vor mir liegen, kamen die schönen Dinge plötzlich überraschenderweise auf mich zu. Also dem Unmut keinen Raum zu geben, um Platz zu lassen für Wandel. Bereit sein.

In der nächsten Zeit möchte ich euch mitnehmen, durch Mülheim, mit offenen Augen und  Neuen Begegnungen. Was kommen wird weiß ich noch nicht so genau, denn es soll ja spontan sein und neu.

Ich werde euch in fünf weitern Geschichten, die Orte und Menschen aus dem Veedel näher bringen. Wer noch an Mülheim zweifelt, wird es danach nicht mehr.

Oh du schönes Mülheim.

Kommentare sind geschlossen.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑