Karfreitag. Gekreuzigt. Gestorben. Begraben.

Was wir heute feiern ist schwer in Worte zu fassen. Der Tod bleibt ein Ärgernis, das hat sich seit Jesus nicht verändert. Die Sonne heute macht den Gedanken an Traurigkeit und Tod irgendwie schwer. Aber trotzdem. Wir sind dem zerissenen in der Welt und in uns ständig ausgesetzt. Auch wenn gutes Wetter ist. Wir lesen die alten Texte und spüren dem nie alt werdenden Gefühl nach, dass Freundschaft verraten werden kann, Menschen sich gegenseitig verletzen, die Welt einfach nicht ohne Schmerz auskommt und man manchmal auch mit seinen Feinden an einem Tisch sitzt. Und dann gab es jemand der mit Liebe diesen schmerzerfüllten Kreislauf unterbrechen wollte. Und das tat.

Deshalb werden wir heute innehalten. Einen Moment haben, um dem Schweren im Leben zu begegnen. Das hat sonst wenig Raum, aber wir wollen uns vor Ostern dafür die Zeit nehmen. Jede und jeder für sich, aber gemeinsam in einem Raum. So entsteht vor der Osterfreude ein Moment der Entlastung. Das Schwere zurücklassen, der Leichtigkeit entgegen.
Wir nutzen den Stillen Feiertag um einen Abend lang mit Liedern und Kerzen, Musik und Stille in die Nacht zu gehen.
Der Abend ist inspiriert von einem Kloster in Burgund (Taizé). Passend dazu gibt es Wein. Wer möchte kann sich mit gesegnetem Brot stärken.
Wer mag kann singen. Wer will kann zuhören.
Wir fangen 20.00 an, aber das Konzept ist offen: das heißt ihr kommt und geht wann ihr wollt.

Kommentare sind geschlossen.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑