Wie sich das anfühlt.

Was wir machen, ist das eine.
Wie sich das anfühlt, das andere.
Da kommen zwanzig Leute mittags zusammen. Von der Arbeit, aus der Elternzeit, von hier und dort. Sie bringen Kinder mit, Alltag und dies und das, Themen zum drüber reden. Oder um einfach mal nicht drüber reden zu müssen, über die Arbeit zum Beispiel.
Sie trinken Kaffee, essen ein einfaches Essen – Nudeln mit Sommertomaten. Eine bringt Obst mit. Extra gekauft. Freut sich über die Freude der andern.
Sie haben eine gute Zeit. Dann schmeißen sie ins Glas, was sie erübrigen können – und am Ende steht die schwarze Null. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Und die Zeit war gut. Sie lachen und gehen gestärkt nach Hause. Oder zur Arbeit. Nach hier und dort. Das ein oder andere klingt noch nach. Der Kopf ist erholt vom Abtauchen aus dem Alltag, mit dem Alltag, in den Alltag. Und das war ein beymeister Moment.

IMG_1704

Und dann ist wer krank. Und kann nicht kommen. Und hat Hunger. Und was macht man da? Hingehen. Essen bringen. Care Paket – Sorgsampäckchen. Gutgehen lassen, so gut es trotz Krankheit geht.

Das sind Momente, an denen man das spürt. Wie sich beymeister anfühlt. Für das Team sind es Augenblicke wie diese, die spüren lassen, warum wir das machen. Und es gibt so viel mehr davon. Und für die anderen? Ist es besonders. Besonders, weil sich Menschen sorgen, weil sie teilen, weil sie sich tragen. Und vielleicht auch, weil sie spüren, dass hier was anders ist. Nicht anders anders, nicht fremd. Anders, weil vertraut, mit Nähe oder der nötigen Distanz – wie man es gerade braucht.

So fühlt sich das an.

IMG_1763 3