Kaiserwetterflohmarktveedel.

Achtundzwanzig Grad kündigt die Wettervorhersage an. Und der Himmel gehorcht. Bei Kaiserwetter öffnet Mülheim seine Türen und Tore und fegt die Trottoirs. Stände schießen aus dem Boden. Über sechzig sind angemeldet, dazu kommen die, die spontan mitmachen. Der Garten des evangelischen Gemeindehauses macht auch mit, wimmelt von Menschen so wie der beymeister-Laden, überall begegnen Leute mit den Stadtplänen, auf denen die Stände eingezeichnet sind. Mülheim ist in Festtagsstimmung an diesem Sonntag, und es hat sich schön gemacht. Luftballons weisen auf die Hinterhofstände hin, hier und dort weisen Kreidepfeile den Weg. „Trödel Dich glücklich“, hat wer auf den Boden geschrieben. „Das ist von der Kirche?“ Ja. Es ist. Der Hofflohmarkt hat hunderte, vielleicht tausende Besucher durch Mülheim flanieren lassen. Menschen schieben Kinderwagen mit Skateboards drauf durch die Gegend, Kinderaugen leuchten, Erwachsene trinken Kaffee und Sekt zu Kuchen und Waffeln. Es fühlt sich gut an, weil hier all die Liebe und Mühe sichtbar wird, die die Mülheimer in die Begegnung mit anderen investieren. Danke, Mülheim, fürs Mitmachen!