#silo / abgenickt und für gut befunden. Und nicht Heidis Mädchen.

Am Anfang war das Wort. So fängt das Neue Testament an. Das Wort, der göttliche Gedanke, das Ursprüngliche. Tatsächlich beschreibt die Bibel in der Schöpfung immer den Gedanken vor der Umsetzung. Gen 1,26: Und Gottsprach, lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei. Es ist das Vorhaben, das den Menschen definiert, der Bauplan, der Plan, dort etwas Gutes zu schaffen. Und dann macht Gott es gut. Das Bild von Gott, der den Menschen aus Lehm formt, ist da ganz plastisch. Und dieser tote Lehmklumpen bekommt dann seinen Geist eingehaucht, den göttlichen Atem.

Das Göttliche im Menschen wird das Qualitätssiegel. Mit dem Leben segnet Gott sein Bauwerk ab. Der Plan, die Durchführung, das Einatmen. Wir alle, die wir hier sind, atmen.

Weil wir abgesegnet worden sind. Weil Gott fand, dass es gut ist, wie er uns gemacht hat.

Er hat uns nicht aus Lehm geformt. Er hat unsere Nieren bereitet im Mutterleib. Und dann gab er das Leben. Was nicht gut ist, dem schenkt Gott kein Leben. Aber was atmet, das ist gut. Von Natur aus. Das ist abgenickt von Gott. Schwierig wird es, wenn uns das abgesprochen wird. Wenn wir beurteilt, bewertet, durchfallen gelassen werden. In Castingshows passiert das, und gerade letzte Woche gab es eine wunderbare Kampagne auf Twitter. Da haben sich Frauen fotografiert mit einem Schild in der Hand: #notheidisgirl. Menschen wollten sich nicht in eine Bewertungsskala rücken lassen. Wollten sich nicht vorscheiben lassen, ob sie gut sind oder nicht. Denn sie sind gut. Und das gilt nicht nur für den Körper. Es gilt für uns als geistbegabte Menschen. Der Atem Gottes, sein Geist, wirkt in uns. Wir sind begabt mit besonderen Fähigkeiten und auch mit Unfähigkeiten. Wir bilden einen einzigartigen Mix aus Eigenschaften, den nur wir verkörpern. Und wir tun das wunderbar. Das sollten wir uns nicht ausreden lassen. Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

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/// #silo. In einem Silo lagert man Futter für später. Wo #silo auftaucht, findet ihr kleine Gedanken, die zu kauen geben. ///

 

 

 

 

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